40 Jahre VEMA in Göggingen: Spezialist für Werkzeugbau und Kunststoffspritzguss

40 Jahre VEMA in Göggingen: Spezialist für Werkzeugbau und Kunststoffspritzguss

21.09.2022
Attraktive Arbeitszeiten und Aufstiegschancen: Die VEMA-Mitarbeiter haben gut lachen.

Das Gögginger Unternehmen VEMA hat anlässlich seines 40-jähriges Bestehens zu einem ,,Tag der offenen Tür" eingeladen. Vertreter der Gemeinde, des Handwerks und der Industrie, aber auch Einwohner und Familienangehörige nutzten die Gelegenheit, sich im Gewerbegebiet Altlachen über die breite Produktpalette des Allrounders für Werkzeugbau und Kunststoffspritzguss zu informieren und mit einem Glas Sekt auf 40 erfolgreiche Jahre und eine ebenso erfolgreiche Zukunft anzustoßen.

GÖGGINGEN - Die Geschäftsführer Werner und Sohn Christian Veser führten im Anschluss durch die Werkshallen und nahmen sich reichlich Zeit, die vielen Fragen der interessierten Besucher zu beantworten und auch aus dem Nähkästchen der Firmengeschichte zu plaudern.

Die eigentliche Ideenschmiede, so verriet Christian Veser in seiner Begrüßungsrede, war vor über 40 Jahren ein kleines Büro. ,,Hier saßen mein Vater und Josef Macho und tüftelten, was man besser machen und wie man sich dem Wettbewerb auch in Zukunft stellen kann." Aus ihren Ideen und ihrer Vision wurde Wirklichkeit, 1982 gründeten die Herren Veser und Macho die Firma VEMA mit Sitz in Göggingen. 2003 zog sich Josef Macho altersbedingt zurück. Den damaligen Grundwerten von Werner Veser, ,,Qualität durch Präzision ist unsere Maxime", sowie von Josef Macho, jede Chance zu ergreifen, sei das Unternehmen immer treu geblieben. ,,Diese Werte verkörpern wir auch heute noch", so Christian Veser.

Das Zwei-Mann-Unternehmen von 1982 wuchs schnell, räumlich wie personell. Mittlerweile beschäftigt die VEMA-Gruppe gut 70 Angestellte, der Firmensitz wurde an der einstigen Familienscheune nach und nach erweitert. ,,Die Nachbarn waren sehr tolerant, die Gemeinde hat uns unterstützt, aber wir wollten es nicht übertreiben", erinnert sich Seniorchef Werner Veser. So folgte 2013 der Umzug ins Gewerbegebiet Altlachen. Dort war nach nur zehnmonatiger Bauzeit ein imposanter und nachhaltiger Gebäudekomplex mit 7000 Quadratmetern entstanden, der den Werkzeug- und Formenbau, die Kunststoffspritzerei, das Lager und die Verwaltung beherbergt.

In den vergangenen 40 Jahren hat sich VEMA auf dem Weltmarkt etablieren und zu einem verlässlichen Full-Service-Partner für Produktentwicklungen, Kunststoffverarbeitung, Werkzeugbau und Spritzguss aufsteigen können. Ob im Scheinwerferlicht der S-Klasse, am Ganghebel des Porsche Cayenne oder in der Waschtischarmatur von Hansgrohe - in vielen mehr oder weniger alltäglichen Dingen stecken Teile aus dem Hause VEMA.

Besonders für die Automobilbranche im Segment der Oberklasse, für die Medizin, den Maschinenbau und die Sanitär- und Elektrotechnik ist die Gögginger Firma ein wichtiger Zulieferer. Dabei hat die Qualität durch Präzision oberste Priorität. Und so zollt Geschäftsführer Christian Veser beim Rundgang durch die Hallen seinen Feinwerkmechanikern höchsten Respekt: ,,Diese Herrschaften sind Künstler".

Ebenjenes fachlich qualifizierte Personal zu finden, gestaltet sich auch für VEMA zunehmend schwierig. Passende Rahmenbedingungen schaffen, attraktive Arbeitszeiten und Aufstiegschancen bieten, sieht Christian Veser als wichtige Säulen. Die Leute in Verantwortung bringen, ihnen vertrauen, sei eine Maxime. In punkto Schichtarbeit setzt die Firma auf technisches Know how. ,,Keiner will drei Schichten arbeiten, deswegen haben wir die Nachtschicht an unsere Roboter abgegeben", sagt der Geschäftsführer. Während die Mitarbeiter nur in Früh- und Spätschicht arbeiten, übernehmen die kollaborierenden Robots wie Jürgen oder Günther die Arbeiten im 24-Stunden-Takt. Am Puls der Zeit macht sich Christian Veser bereits weitere Gedanken. ,,Die Schichtarbeit sozialisieren mit Gleitzeit wäre optimal", so der 43-Jährige.

Nachwuchssorgen plagen VEMA nicht, dennoch hat die Firma zum zweiten Mal in Folge keine Auszubildenden. „Wir würden schon gern ausbilden", sagt Christian Veser. Feinwerkmechaniker oder Bürokauffrau, selbst das duale Studium, beispielsweise in Richtung Wirtschaftsingenieurwesen wären möglich.

Christian Vesers Wunsch für die Zukunft? ,,Dass alle ein gutes Auskommen haben, gern in die Firma kommen und diese noch lange Bestand hat", lächelt er und erhebt sein Glas. PEGGY MEYER