Es gibt momentan noch viele freie Ausbildungsplätze in der Region

Es gibt momentan noch viele freie Ausbildungsplätze in der Region

Es gibt momentan noch viele freie Ausbildungsplätze in der Region

In vielen verschiedenen Berufen sind noch Ausbildungsplätze zu haben. FOTO: COL

03.08.2022

Auch wenn es bislang mit dem Ausbildungsplatz noch nicht geklappt hat, raten Fachleute den Schulabgängern nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern jede Möglichkeit zu nutzen mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen und noch für dieses Jahr einen Ausbildungsplatz zu sichern. Auch wenn die Ferienzeit inzwischen begonnen hat, sei es noch nicht zu spät einen Ausbildungsvertrag für das aktuelle Jahr klar zu machen, sagen Experten.REGION - Es gibt momentan noch genügend freie Ausbildungsplätze in der Region um Ulm, auch viele Ausbildungsmöglichkeiten in der Stadt Ulm selber. Und weitere rund 1700 Ausbildungsstellen sind in der Region um Neu-Ulm noch für Ausbildungsbeginn in diesem Jahr zu haben. Die Agentur für Arbeit ruft junge Leute dazu auf, vor dem Start in den Urlaub, also spätestens jetzt zu Ferienbeginn, ihre Ausbildungsverträge abzuschließen.

„Mit einem Ausbildungsvertrag im Gepäck geht es einfach entspannter in die Sommerferien“, betonen die Berater der Arbeitsagentur. All denjenigen, die im Moment noch ohne Ausbildungsvertrag sind, empfehlen sie, jetzt schnell aktiv zu werden und sich um einen Ausbildungplatz zu kümmern. „Die Situation am regionalen Ausbildungsmarkt ist günstiger denn je“.

So viele offene Ausbildungsangebote wie in diesem Juni, habe es in den vergangenen zehn Jahren in der Region um Ulm nicht mehr gegeben, heißt es bei der Agentur. Von insgesamt knapp 4000 gemeldeten Ausbildungsstellen waren im Juni noch viele unbesetzt.

Trotz dieser guten Aussichten am Ausbildungsmarkt, sei es für junge Leute wichtig, sich frühzeitig und spätestens jetzt mit dem Thema der Berufswahl zu befassen. „Eine wohl überlegte Berufswahl schützt vor Ausbildungsabbrüchen und beinhaltet auch immer Alternativen zum Wunschberuf“, sagen Fachleute und betonen, dass Unentschlossenen bei der Berufswahl von den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Arbeitsagentur geholfen werde. Ein Gespräch mit einem der Berufsberater kann telefonisch vereinbart werden. Auch Betriebe können ihre noch freien Ausbildungsstellen an den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit melden. Wer sich noch in der Orientierungsphase befindet, kann unter Umständen auf der Plattform www.praktikumswoche.de Unterstützung finden. Unter dem Motto „5 Tage, 5 Berufe, 5 Unternehmen“ können hier bis zum Ende der Sommerferien Praktikumsplätze gebucht werden. Entsprechend können auch Ausbildungsbetriebe über diese Plattform den Kontakt zu interessierten Jugendlichen bekommen. Die Praktikumswochen unter dem Motto „5 Tage, 5 Berufe, 5 Unternehmen“ gibt es in 95 Regionen in Baden-Württemberg, dem Saarland und in Schleswig-Holstein.

In der Praktikumswoche, die individuell für jeden Interessenten geplant wird, lernen die jungen Leute jeden Tag ein neues Unternehmen und neue Berufe kennen. Und das kostenlos. Schülerinnen und Schüler müssen kein Geld für die Teilnahme an der Praktikumswoche bezahlen. Auch Unternehmen können sich kostenlos bei der Praktikumswoche anmelden und Stellen anbieten. Die Praktikumswoche wird in den Ferien stattfinden. Je nach Region können die Zeiträume variieren. Voraussetzung für die Teilnahme an der Praktikumswoche ist ein Mindestalter von 15 Jahren. Die freiwilligen Praktika in den Ferien gelten als Beschäftigung. Durch § 2 der Kinderarbeitsschutzverordnung ist es erst ab 15 Jahren möglich bei der Praktikumswoche teilzunehmen. Jüngeren Interessierten empfehlen die Experten sich zu gedulden und auf das kommende Jahr zu warten. Auf die Frage, warum und wann es sinnvoll ist, sich bei der Praktikumswoche anzumelden, antworten die Fachleute: „Wenn die Schulabgänger noch nicht genau weißt, was er für eine Ausbildung beginnen will, kann während der Praktikumswoche herausgefunden werden, welche Berufe passen könnten“.

Auch das Erkundungstool „Check U“ der Bundesagentur für Arbeit unterstützt junge Leute beim Start in den Beruf, wenn sie „noch keinen Plan haben, was sie werden wollen“. Mit „Check U“ kann mit Hilfe eines kostenlosen Online-Tests herausgefunden werden, welcher Beruf den eigenen Stärken und Interessen entspricht und damit der passende Ausbildungsberuf sein könnte. Außerdem bietet die Agentur für Arbeit Gespräche zum Einstieg in das Berufsleben an. Die Beratung gibt’s persönlich, am Telefon oder per Video-Telefonie.