„Summer Night Brass“ macht den Auftakt

„Summer Night Brass“ macht den Auftakt

„Summer Night Brass“ macht den Auftakt

Der MV Fulgenstadt freut sich auf seine Gäste. FOTOS: KIENZLER

01.09.2022

Von Freitag, 2. bis Montag, 5. September, ist in Fulgenstadt Festen angesagt. Verbunden mit dem traditionellen Kastanienfest, feiert der Musikverein Fulgenstadt an diesem Wochenende sein 70-jähriges Bestehen.FULGENSTADT - Am Freitag geht es um 20 Uhr mit dem ersten Oktoberfest des Jahres, dem „Summer Night Brass“ los. Es spielen „2-Takt-Brass“ und „Albsound“.

Den Samstag eröffnet das bekannte „Viere Bier“, dem ein Sternmarsch folgt. Daran nehmen die Gemeindemusik Herbertingen, der Musikverein Moosheim-Tissen, die Wolfartsweiler Musikanten und die Gastgeber teil. Sicher ein Höhepunkt ist dann der Gesamtchor auf dem Sportplatz.

An diesem Abend hat dann auch die „Big Brass Band“ von Edwin Bentele ihre Premiere.

Feierabendhock

Dem Festgottesdienst am Sonntag in der Pfarrkirche St. Ulrich und Konrad folgt der Festakt zum 70jährigen Jubiläum und dann der Frühschoppen und Mittagstisch mit den Friedberger Musikanten. Abgeschlossen werden die von Musik getragenen Festtage mit dem montäglichen Feierabendhock und dem Auftritt des Musikvereins Renhardsweiler.

Natürlich ist an allen Tagen mit Bestem aus Küche und Keller gesorgt. Beispiele für gute Küche sind der sonntägliche Spießbraten und Schaschliktopf mit Spätzle und Salat sowie die Fulgenstädter Dennete und die montäglichen hausgemachten Sülzen. Auch das Kuchenbuffet am Sonntagnachmittag lohnt einen Besuch in Fulgenstadt.

Die Geschichte

Die Gründung der Musikgesellschaft Fulgenstadt reicht eigentlich bis 1909 zurück. Diese wurde allerdings 1935 wieder aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg starteten 15 Musiker unter Dirigent Albert Frick aus Saulgau neu. Der erste Auftritt war an Fronleichnam 1952. Erster Vorsitzender des neugegründeten Musikvereins war Anton Neuburger. Ihm folgten in der Vereinsführung Gabriel Reck, Rudi Michelberger, Hans Neuburger und Hans Reuter und bis heute Rolf Zubler.

Als 1966 Albert Frick überraschend seinen Rücktritt als Dirigent erklärte, sprang der junge Musiker Hans Engler in die Bresche. Mit nur 12 Musikern begann er. Als er nach 26 Jahren den Taktstock aus der Hand gab, hatte das Orchester 40 Musiker. In seine Zeit fielen wichtige Wegmarken des Musikvereins. 1986 erreichte der Verein mit einem hervorragenden 1. Rang in der Oberstufe die höchste Auszeichnung bei einem Wertungsspiel in der Geschichte. Ein weiterer Höhepunkt war das 40jährige Jubiläum 1992 mit einem großen Festumzug und dem Auftritt der Münchner Kultband „Spider Murphy Gang“. 1977 traf der Verein die wegweisende und vorausschauende Entscheidung, auch junge Mädchen als aktive Musikerinnen aufzunehmen. Weitere Dirigenten wie Gerhard Staiger, Stefanie Kaiser und vor allem Musikdirektor Sepp Zeitler drückten dem Ensemble ihre Stempel auf. Aus der Aushilfe von Sepp Zeitler wurde ein Engagement von fünf Jahren, das von qualitätsvoller Arbeit, aber auch erfolgreichen Konzerten und Reisen, unter anderem in seine österreichische Heimat Riedau, geprägt war.

Im September 2016 begann beim Weinfest in Bolstern mit Edwin Bentele eine neue Dirigentenära, die bis heute mit viel Erfolg und vielen neuen Ideen anhält. Bei den vielen Wechseln in der musikalischen Leitung blieb eine Konstante in den letzten drei Jahrzehnten: Rolf Zubler. 1993 ins Amt als Vorsitzender gewählt, ist er bis heute mit ein Garant, dass Stabilität und ein guter Geist im Verein herrscht. Im Herbst diesen Jahres werden weitere fünf Jungmusiker in die aktive Kapelle wechseln, die dann mit 50 Musikern den Höchststand erreicht haben wird. EUGEN KIENZLER
 

Fotoausstellung

Begleitend findet am Samstag und Sonntag eine Fotoausstellung im Foyer der Mehrzweckhalle statt.