Denkmalgerecht saniertes Braithschulgebäude in Biberach: Alt und Neu vereint zu einem attraktiven Lernort

Denkmalgerecht saniertes Braithschulgebäude in Biberach: Alt und Neu vereint zu einem attraktiven Lernort

Denkmalgerecht saniertes Braithschulgebäude in Biberach: Alt und Neu vereint zu einem attraktiven Lernort

Das historische Braithschulgebäude wurde bereits im Jahr 1848 erbaut. Foto: Markus Falk

14.09.2022

Nach rund zwei Jahren Bauzeit sind die Bauarbeiten an der Braith-Grundschule abgeschlossen. Die Schule ist bereits nach den Sommerferien in die sanierten Räume umgezogen. Nach den Sommerferien können sich Schüler und Lehrer über ein aufwendig saniertes Schulgebäude, eine neue Mensa samt Bibliothek und eine Ganztagesschule mit Betreuungsräumen im Holzbau nebenan freuen. Das möchten die Verantwortlichen gemeinsam mit der Öffentlichkeit beim Tag der offenen Tür am 17. September feiern.

BIBERACH - ,,Die vorbildliche denkmalgerechte Sanierung durch den Architekten Florian Scheytt und die innovative Erweiterung in Holzbauweise durch Lanz Schwager Architekten BDA stehen für zwei Ziele - Alt und Neu in einem idealen Zusammenspiel zusammenfügen und dabei einen attraktiven Lernort schaffen", erklärt der Biberacher Baubürgermeister Christian Kuhlmann.

Das historische Braithschulgebäude in Biberach wurde 1848 erbaut. Auf den ersten Blick ohne größere Schäden, sollte es vor einigen Jahren einer Renovierung unterzogen werden und vor allem eine Brandschutzertüchtigung sowie eine barrierefreie Erschließung erhalten. Damit wurde der Biberacher Architekt Florian Scheytt beauftragt. 

Erste Untersuchungen der Substanz, Bauteilöffnungen und statische Berechnungen haben aber bald gezeigt, dass wesentliche, statisch relevante Bauteile nicht ausreichend dimensioniert oder bei früheren Baumaßnahmen im Gebäude geschädigt worden waren. Parallele Recherchen im Archiv brachten auch Unterlagen zutage, die einen Teil der statischen Probleme erklärten. 

Die Braithschule beherbergte ursprünglich nicht nur Klassenräume, sondern auch Wohnräume für die Lehrer. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Schülerzahl anstieg, wurden die Wohnräume der Lehrer umgebaut zu Klassenräumen. Dabei wurden statisch nur sehr einfache Konstruktionen eingebaut, die nicht ausreichend dimensioniert waren und die bei nachfolgenden Baumaßnahmen der Nachkriegszeit auch nur unzureichend verbessert wurden. 

So war es nach genauer statischer Berechnung bei der nun abgeschlossenen Baumaßnahme erforderlich, das Tragwerk grundlegend zu ertüchtigen. Dies erfolgte durch Sekundärkonstruktionen in Stahl, die genau ablesbar machen, was historische Bausubstanz ist und wo die Ertüchtigungen der 2020er Jahre ansetzen. (red)