Handwerkskammer Ulm: Azubis als Botschafter, so Dr. Tobias Mehlich

Handwerkskammer Ulm: Azubis als Botschafter, so Dr. Tobias Mehlich

Handwerkskammer Ulm: Azubis als Botschafter, so Dr. Tobias Mehlich

Im Landkreis Biberach sind 50 Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter aktiv. FOTO: HWK ULM

26.10.2022

193 Azubis im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind derzeit als Ausbildungsbotschafter aktiv. Sie lernen also nicht nur in ihrem Ausbildungsbetrieb ein Handwerk kennen, sondern sie begeistern auch andere Jugendliche für ihren Karriereweg.

REGION- Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter besuchen Schulen in den Landkreisen zwischen Ostalb und Bodensee und berichten gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern von ihren Erfahrungen in der dualen Ausbildung. Sie geben einen Einblick in den Alltag ihrer Handwerke und beantworten Fragen rund um die Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz. Wenn Azubis von ihrem Handwerk begeistert sind, können sie das authentisch weitergeben und andere Jugendliche bei der Berufsorientierung unterstützen, laut Pressemitteilung der Handwerkskammer Ulm.

"Ausbildungsbotschafter sind nahbar und echt. Sie sprechen die Sprache der Schülerinnen und Schüler und stehen deshalb bei der Berufsorientierung auf Augenhöhe", sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Ausbildungsbotschafter sind Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres. Ihre Einsätze werden von der Handwerkskammer Ulm in Abstimmung mit den Schulen und Betrieben geplant. Über die Initiative gewähren auch Senior-Botschafter (Gesellen, Meister oder Betriebsinhaber) einen Blick hinter die Kulissen der regionalen Handwerksbetriebe.

Sie zeigen beispielsweise auf Elternabenden die Karrieremöglichkeiten einer beruflichen Ausbildung auf, erzählen aus ihrem Berufsalltag und stehen Eltern und LehrerInnen Rede und Antwort. Allein im Handwerk gibt es rund 130 zukunftsfähige Berufe zu entdecken. Derzeit sind im Gebiet der Handwerkskammer Ulm von der Ostalb bis zum Bodensee insgesamt rund 600 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Im Landkreis Biberach haben sich 50 aktive Ausbildungsbotschafter bereit erklärt, über ihren Beruf zu informieren. (eko/red)

Zur derzeitigen Ausbildungssituation zwischen Ostalb und Bodensee erklärt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm:

„Wir freuen uns, dass jetzt mehr als 2500 Jugendliche zwischen Ostalb und Bodensee ihre handwerkliche Karriere starten. Aber das sind weniger Auszubildende als im Vorjahr. Dieser Rückgang bereitet uns Sorgen - Nicht nur im Handwerk, sondern für unser Land. Qualifizierte Fachkräfte sind und werden gesucht. Deshalb braucht es mehr Anerkennung und mehr Anstrengung für die berufliche Bildung. Wir brauchen eine echte Bildungswende. Ziel muss es sein, das Handwerk für alle junge Menschen erlebbar zu machen. Dazu brauchen wir mehr Berufsorientierung in den Schulklassen. Deshalb fordern wir einen Tag des Handwerks" an allen allgemeinbildenden Schulen. Wir wollen den Schülerinnen und Schülern die attraktiven Berufe und Karrierewege des modernen Handwerks unterrichtsbegleitend näherbringen. Viele Jugendliche interessieren sich in diesem Ausbildungsjahr für die „grünen" Handwerksberufe. Dazu gehören beispielsweise Kfz-Mechatroniker, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder der Analagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik. Zu den beliebtesten Berufen gehören aber auch Zimmerer, Schreiner sowie Maler und Lackierer." red/eko